Wallenfels, 08.09.2014, von Iris Kolibius

Helfer des THW-Coburg wagen eine Floßfahrt auf der Wilden Rodach

Am Samstag, 09.08.2014 brachen 30 Helfer des Ortsverbandes Coburg auf, um ein Flößerdiplom im Frankenwald zu erwerben und anschließend den Abend bei Buffet und guter Stimmung ausklingen zu lassen.

Pünktlich um 12 Uhr trafen die Helfer im Ortsverband in Dörfles-Esbach ein. Bepackt mit Wechselkleidung und Getränken für die Fahrt konnte der Helferausflug 2014 beginnen. Nach einer einstündigen Fahrt traf der Reisebus am Zielort Schnappenhammer im Frankenwald ein.

Dort hatte die Flößerei auf der Wilden Rodach hauptsächlich Mitte des 12. Jahrhunderts bis nach dem 2.Weltkrieg ihren Höhepunkt, trotzdem ist sie nie ganz in Vergessenheit geraten. Ursprünglich in erster Linie als Holztransport gedacht, transportierte und veräußerte man später auch Waren auf den Flößen. Seit 1977 ist diese Tradition mit Unterstützung der Flößergemeinschaft Wallenfels e.V. durch Floßfahrten für Touristen wieder auf erlebt worden. Jedes Jahr finden von Mai bis September 15 Floßfahrten statt.

So erwarteten 45 freiwillige Flößer die 30 THW´ler nach ihrer Ankunft an der Wilden Rodach. Binnen zwei Stunden wurden neben den Helfern des OV Coburg etwa 500 weitere Gäste auf 23 Floße verteilt. Auf jedem 16 Meter langen Floß saßen demnach vor Beginn der Fahrt zwischen 20-25 Teilnehmer.

Da die Floße schneller als das Wasser sind, wurden die seit 1977 neu gebauten und wieder instandgesetzten Wehre bereits 10-15 Minuten vor dem Start der Floßfahrt geöffnet. Gegen 15 Uhr begann dann die Floßfahrt. Mit zwei Flößen, die nacheinander das erste Wehr passierten, bewältigten die THW-Helfer die fünf Kilometer lange Flussstrecke bis Wallenfels. Zwischendurch wurden fünf weitere Wehre passiert an welchen alle Teilnehmer teilweise bis zu den Schultern im Wasser versanken. Gutes Festhalten war also sehr wichtig, um das Ziel auf dem Floß zu erreichen.

Nach ca. 40 Minuten Fahrzeit sind alle Helfer nass bis auf die Knochen aber unverletzt am Ziel angekommen. Stolz durften sie alle das Flößer-Diplom, welches die Teilnahme an der durchgeführten Floßfahrt bestätigte, in Empfang nehmen. Anschließend zeigte sich, wie wichtig die eingepackte Wechselkleidung war.

Nach einer kurzen Erfrischung ging es im Anschluss an die Fahrt in den Flößerstadl eines nahegelegen Gasthauses. Dort erwartete die THW-Mannschaft ein kalt/warmes Buffet und ausreichend Getränke.

Mit Livemusik und Spielen wie einer Schubkarrenwettfahrt wurde der Abend sehr abwechslungsreich gestaltet. Gegen 22 Uhr brachen dann alle zur Heimfahrt zum Coburger Ortsverband auf, wo um 23 Uhr der Helferausflug 2014 viel zu schnell zu Ende ging.  


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