07.09.2020

Großalarm: 500 Tonnen Sperrmüll in der Deponie Blumenrod geraten in Brand

Am Montagmittag kam es zu einem Brand in einer Mülldeponie im Rödentaler Ortsteil Blumenrod (Landkreis Coburg). Etwa 500 Tonnen Sperrmüll gerieten in Brand und verursachten eine Rauchsäule, die in 20 km Entfernung noch zu sehen war. Mit Hilfe von Radladern und Baggern konnten die Glutnester auseinandergezogen und mittels Löschschaum abgelöscht werden. Weiterhin wurde durch das THW ein 10.000 Liter fassende Wassertank als Pufferspeicher für die Löschwasserentnahme bereitgestellt. Die Löscharbeiten dauerten bis Dienstagmorgen an, insgesamt waren rund 450 Einsatzkräfte von Feuerwehr, THW DRK und BRK an der Einsatzstelle.

Gegen 12:20 Uhr wurde der Fachberater des THW Ortsverbandes Coburg sowie eine Vielzahl an Ortswehren zur Mülldeponie nach Blumenrod (Rödental) alarmiert. Vor Ort ist in einer Senke mit ungefähr 500 Tonnen Sperrmüll ein Feuer mit starker Rauchentwicklung ausgebrochen.

Bereits während der Anfahrt des Fachberaters wurde die Meldestufe von B4-Brand auf B5 erhöht sowie die Bergungsgruppe sowie die Fachgruppe Räumen nachalarmiert. Zum Räumen der Brandnester wurde der Radbagger sowie der Radlader des Ortsverbandes Coburg an die Einsatzstelle alarmiert. Zudem rückte die Bergungsgruppe mit einem 10.000-Liter-Wassertank an die Einsatzstelle aus.

Bei Eintreffen der Einheiten waren bereits die umliegenden Feuerwehren im Löschangriff und versuchten eine weitere Brandausbreitung zu verhindern. Um die Versorgung der Feuerwehrkräfte vor Ort mit Löschschaum sicherzustellen wurde weiterhin die Fachgruppe Infrastruktur für Transportfahrten von Löschschaum zur Einsatzstelle alarmiert.

Unter Atemschutz verteilte die Fachgruppe Räumen mit Radbagger sowie Radlader das Brandgut um ein vollständiges Ablöschen der Glutnester durch die Feuerwehr zu erreichen. Die Arbeiten wurden durch den “Sicherungstrupp Atemschutzgeräteträger” der Bergungsgruppe abgesichert. Im Laufe des Nachmittages wurde auch der Radlader der Fachgruppe Räumen des THW Ortsverbandes Bamberg zur Einsatzstelle alarmiert. Weiterhin wurde ein weiterer Radlader durch eine Baufirma zur Verfügung gestellt, so dass die THW-Kräfte parallel mit vier Bergeräumgeräten die Glutnester freilegen konnten.

Um eine kontinuierliche Wasserversorgung vor Ort zu gewährleisten, wurde der Wassertank des Ortsverbandes Coburg, welcher ein Fassungsvermögen von 10.000 Liter aufweist, als Pufferspeicher verwendet: Die Feuerwehren vor Ort konnten somit direkt das Wasser ansaugen während der Tank bis zur Herstellung einer kontinuierlichen Wasserversorgung schubweise durch Tanklöschfahrzeuge wieder gefüllt wurde.

Für die Beleuchtung der Einsatzstelle und des Bereitstellungsraumes entlang der Staatsstraße 2206 wurde die Fachgruppe Notversorgung und Notinstandsetzung zur Einsatzstelle beordert: Zusammen mit der Fachgruppe Infrastruktur wurden mehrere Lichtmasten sowie Scheinwerfer aufgestellt und diese mit verschiedenen Stromaggregaten betrieben.

Gegen Mitternacht kamen weitere Einsatzkräfte des Ortsverbandes Staffelstein an der Einsatzstelle an. Da die Löscharbeiten bis weit in die Morgenstunden andauerten wurden die Helferinnen und Helfer die seit Erstalarmierung vor Ort waren abgelöst. Während der Zugtrupp des Ortsverbandes gegen 1 Uhr die THW-Einsatzleitung übernahm stellte die Bergungsgruppe aus Bad Staffelstein den Sicherungstrupp für die Atemschutzgeräteträger.  Zudem kamen weitere Bergeräumgerätefahrer aus dem Ortsverband Bamberg zum Einsatz. Insgesamt waren nebst über 400 Einsatzkräften von Feuerwehr, Rotes Kreuz und Polizei rund 45 Helfer aus drei Ortsverbänden beteiligt


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