Dörfles-Esbach, 04.06.2013, von Yannick Seiler (Neue Presse)

Coburger helfen in Katastrophenregionen

Weite Teile Bayerns sind vom Hochwasser betroffen. In einigen Ortschaften gilt sogar der Notstand. Um der Fluten Herr zu werden, sind auch Helfer von THW und BRK aus Stadt und Landkreis vor Ort.

Coburg - Am Montagmorgen sind die Hilfskräfte in die betroffenen Gebiete ausgerückt. Sieben Helfer hat der Ortsverband des Technischen Hilfswerks (THW) nach Pfaffenhofen geschickt. Die Wasserwacht Coburg im BRK ist in Kolbermoor mit sechs Einsatzkräften vor Ort.

"Die Aufgabe am Einsatzort ist der Hochwasserschutz. Sie werden Sandsäcke füllen und verbauen. Dort lösen sie die örtlichen Helfer ab, die bereits seit Tagen im Einsatz sind. Vorerst ist ein zehnstündiges Engagement vor Ort geplant. Das kann sich allerdings schnell verlängern, denn zur Zeit steigen die Pegelstände wieder an", sagt Thomas Ebert, Pressesprecher des THW Coburg auf Anfrage der Neuen Presse. Er erklärt weiter: "Die restliche Mannschaft befindet sich ab jetzt für eine Woche in Rufbereitschaft. Das heißt, sie müssen einen möglichen Einsatz mit ihren Arbeitgebern absprechen und sich einsatzbereit machen, um schnell ausrücken zu können. Denn es kann jederzeit zu einem weiteren Einsatz kommen."

Insgesamt 850 Helfer des THW versuchen, in Bayern die Fluten einzudämmen. Der Landesverband Bayern rechnet mit einem längeren Einsatz, zumal bei Rosenheim ein Damm zu brechen droht und mehr Helfer zur Ablösung in das Gebiet geschickt werden müssen.

Auch die Wasserwacht Coburg ist im Einsatz. Sie hat sechs Helfer in das von Hochwasser betroffenen Kolbermoor entsandt. Insgesamt stellt allein die Wasserwacht 28 Einsatzkräfte aus Oberfranken. Udo Bähr, Einsatzleiter der Wasserwacht, berichtet von der Situation vor Ort: "Wir sind bereits am Sonntag zu unserem Einsatzziel aufgebrochen. Dort haben wir uns in unserem Bereitstellungsraum eingefunden und auf den ersten Einsatz vorbereitet. Wir haben heute Feuerwehr und Umweltamt bei der Besichtigung eines Deiches abgesichert. Wir lösen die Helfer vor Ort ab, die meist seit Tagen im Einsatz und völlig erschöpft sind. Jetzt haben wir uns wieder im Bereitstellungsraum eingefunden und halten uns für den nächsten Einsatz bereit.

Wann unsere Arbeit hier beendet sein wird, wissen wir noch nicht. Das hängt davon ab, ob sich die Lage verbessert oder verschlimmert. Ein Einsatz kann jederzeit kommen, da sich die Bedingungen laufend ändern können. Zudem ist es davon abhängig, welche Einsatzmittel benötigt werden. Es kommt immer auf den Wasserstand an, ob wir benötigt werden oder nicht. Oft können wir auch gar keine Boote einsetzen, da die Strömungsgeschwindigkeiten sehr hoch sind und die Gefahr besteht, dass man in eine Brücke treibt. Es ist nicht ganz ungefährlich. Man muss mit Bedacht vorgehen."

Die Zusammenarbeiten mit den örtlichen Einsatzkräften funktioniere problemlos. Inzwischen sinke der Wasserstand in ihrem Einsatzgebiet wieder, sagt Udo Bähr.

Zurzeit steigen die Pegelstände wieder an.

Thomas Ebert vom THW Coburg


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