25.05.2019

Wasserbereitstellung bei einer Großschadenslage

6000 Liter pro Minute: Mit dieser Pumpleistung können die Wasserreserven an einem Standort zur Wasserbereitstellung wieder aufgefüllt werden. Der Ortsverband Coburg errichtete zu Ausbildungszwecken einen Standort für die Wasserentnahme

Am letzten Wochenden hat der Technische Zug des Ortsverbandes Coburg eine gruppenübergreifende Ausbildung durchgeführt. Die vier (Fach-)gruppen haben unter der Führung des Zugtrupps einen Stützpunkt für die Wasserbereitstellung errichtet.

Die langanhaltende Hitze des Jahres 2018 sowie das im April ungewöhnlich warme Wetter hat gezeigt, dass die Waldbrandgefahr nicht zu unterschätzen ist. Bei Großschadenslagen wie Wald- oder Großbränden ist es unabdingbar, dass die verschiedenen Rettungsorganisationen eng zusammenarbeiten. Aus diesem Grund hat das THW beim letzten Ausbildungsdienst einen Stützpunkt für die Wasserentnahme errichtet.

Die Einsatzkräfte des THW errichteten ein 15 Kubikmeter großes Becken zur Wasserentnahme durch Tanklöschfahrzeuge. Durch eigens eingerichteten Meldekopf ist es möglich, diesen Standort durchgehend 24 Stunden am Tag zu betreiben. Das Wasserreservoir kann mittels Hochleistungspumpen, die bis zu 6.000 Liter Wasser pro Minute zu fördern somit in weniger als 3 Minuten komplett gefüllt werden.

Durch den Betrieb so einer Entnahmestelle wird es Tanklöschfahrzeugen ermöglicht ihren Wasserspeicher komfortabel und somit auch schnell zu füllen: Sei es durch Eigen- oder Fremdbetankung. Zum Testen der Entnahmestelle war die Feuerwehr Coburg mit einem Tanklöschfahrzeug vor Ort um ihren Wasserwerfer, im Fachjargon Monitor genannt, direkt zu speisen.

Da die Strecke zum Fördern des Wassers eine Straße querte war es notwendig, die Schlauchführung oberhalb der Straße zu verlegen, so dass selbst Lastkraftwagen problemlos die Straße passieren konnten. Hierfür wurde durch die beiden Bergungsgruppen ein Torbogen mittels eines Gerüstes aufgebaut, so dass die Schläuche den fließenden Verkehr nicht behinderten.

Die Fachgruppe Räumen hat währenddessen ein zweites Wasserreservoir angelegt: Mit Hilfe des Radbaggers wurden Erdarbeiten durchgeführt, so dass ein zweites Becken zur Verfügung stand. Dieses Becken im Boden konnte, nachdem es ebenfalls mit Planen ausgelegt wurde, ebenfalls als Wasserspeicher genutzt werden.

Die Fachgruppe Infrastruktur beschäftigte sich währenddessen mit einer Wassertransportvorrichtung: Mehrere verbundene Wassercontainer wurden auf einen Anhänger verlastet. Durch die Verbindung der Container untereinander ist es möglich einen mobilen Wasservorrat mit bis zu 8 Kubikmetern zur Verfügung zu stellen.

Weiterhin wurde während der Ausbildung an dem Tag ein weiterer Ernstfall geprobt: Der Baggerfahrer, der gerade damit beschäftigt war die Pumpen in das Flussbett hinabzulassen erlitt einen Herzanfall und wurde ohnmächtig. Die Schwierigkeit bei dieser Übung lag darin, den Fahrer aus der Fahrerkabine im dicht bewachsenen abschüssigen Ufergelände zu retten.

 

 


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