Neuhausen a. d. F., 15.04.2013, von Frederik Jakob

THW Jugendakademie 2013

Am Samstag, den 23. März 2013, hieß es für Anna-Lena Heim und Frederik Jakob vom Ortsverband Coburg „Auf nach Neuhausen zur THW Jugendakademie 2013 (JA!) in der THW Bundesschule“! Die Jugendakademie heißt eine Woche spannende Seminare, Workshops und Ausflüge mit Jugendlichen der THW Jugend aus ganz Deutschland. Anna und Frederik bewarben sich und wurden daraufhin beide als Teilnehmer der JA! ausgewählt.

Nach der fünfstündigen Anreise mit dem Zug und der Ankunft in der THW Bundesschule, eröffnete THW-Präsident Albrecht Broemme und die Leiter der JA! die Veranstaltung. Im Anschluss lernten wir uns in einigen Spielen näher kennen und verbrachten den Abend mit den THW-Kollegen.

Am Sonntag bekamen wir schon vor der Schnitzeljagd die ersten Hinweise, dass wir uns den restlichen Tag selbstversorgen und für die Nacht einen geeigneten Schlafplatz finden müssten. Daraufhin deckten wir uns mit genügend Essen aus der Bundesschule ein und machten uns für den anstrengenden Tag bereit, jedoch mussten wir unser Handy und unser Geld in der Bundesschule zurücklassen. Wir bildeten vier Gruppen zu je 10 Personen, die rund um Neuhausen ausgesetzt wurden und jeweils nur 70 €, ein GPS-Gerät und ein Handy ohne SIM-Karte als Hilfsmittel bekamen. An dem Ort, an dem wir ausgesetzt wurden, erhielten wir dann einen Hinweis, welchen Ort wir als nächstes besuchen müssen. Wir mussten jedoch mit den Ressourcen sparsam umgehen, weil diese bis zum nächsten Morgen reichen mussten und wir auch Zug- und Busfahrten von diesem Geld zu bezahlen hatten. Zudem wurden drei Gruppenmitgliedern die Augen verbunden, weshalb die „Blinden“ von den anderen Gruppenangehörigen geführt werden mussten, ganz nach dem Motto der JA! 2013  „Verantwortung für sich und andere übernehmen“. Die Schnitzeljagd führte uns von Neuhausen, zur Feuerwache 3 in Bad Cannstatt, danach zur Bundespolizei am Flughafen in Stuttgart und schließlich zu einem Bauern, bei dem wir uns Essen für den Abend beschaffen mussten. Erschöpft erreichten wir unseren Schlafplatz.

Zurück in der Bundesschule angekommen begannen am Montag die Seminare an, die über die ganze Woche verteilt waren, bei denen man vom leichten Übergang von der Jugend in den aktiven Dienst, Übungen selber ausrichten, bis hin zur nachhaltigen Zusammenarbeit belehrt wurde.  Jeder Teilnehmer hatte die Chance an jeweils zwei Seminaren und zwei Workshops teilzunehmen. Die Workshops fanden meist außerhalb des Gebäudes statt, da hier auf eine praktische Ausübung des Gelernten abgezielt wurde. So waren wir zum Beispiel in dem Workshop „Bergung“ auf dem hauseigenen Trümmerfeld unterwegs, wo wir zwei verletzte Personen retten mussten. Im Workshop „Brandschutzausbildung“ wurde uns gezeigt, wie man verschiedene Brandarten löscht.

Am Dienstag besuchten wir nach der Ausbildung das Biosphärengebiet Schwäbische Alb, wo uns die Besonderheiten der geschützten Landschaft, aber auch die Kultur und Traditionen der Schwaben vorgestellt wurden. Ein Film erläuterte uns interessante Details über das 85.000 Hektar große Biosphärengebiet.

Nachdem am Mittwoch die Seminare wechselten und die neuen Workshops begannen, fand am Donnerstag ein Vortrag über sogenannte „fairplayer“ statt, bei dem der richtige Umgang mit den Mitmenschen im Vordergrund stand. Der Höhepunkt des Tages war der Abschlussabend, an dem die Ergebnisse der einzelnen Seminare vorgestellt wurden, den Kursleitern gedankt und über die ereignisreiche Woche nochmal nachgedacht werden konnte. Zudem waren einige bekannte Gäste aus der Politik und vom Technischen Hilfswerk vor Ort, die schon auf die Ergebnisse der diesjährigen Jugendakademie gespannt waren.

Am darauffolgenden Freitag war eine der ereignisreichsten und schönsten Freizeiten der THW Jugend jedoch schon wieder zu Ende und wir mussten uns leider von einigen sehr guten Freunden trennen.

Frederik Jakob


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