Erding, 10.10.2015, von Iris Kolibius

Technisches Hilfswerk (THW) Coburg im Einsatz für Flüchtlinge

Seit dem Frühjahr 2015 unterstützen auch die freiwilligen Helfer des Technischen Hilfswerkes Coburg verstärkt unterschiedliche Anforderer (Bund, Länder, Kommunen und Hilfsorganisationen) bei der Unterbringung von Flüchtlingen.

Dabei sind regelmäßig 15 Coburger Einsatzkräfte sowohl regional als auch überregional in Bayern tätig. Zu ihren Hauptaufgaben gehören dabei die Beratung von Stäben, Behörden und Organisationen sowie das Errichten von Flüchtlingsunterkünften. Hierzu liegt neben logistischen Funktionen die Hauptaufgabe des THW bei der Errichtung der Infrastruktur. Vor allem die Sicherstellung einer adäquaten Stromversorgung und Beleuchtung sowie einer funktionierenden Wasserver- und Abwasserentsorgung sind dabei wichtige Faktoren.

Die THW-Angehörigen bauen in der Region vor allem Zelte und Betten auf, transportieren Material und verlegen Böden, zum Beispiel in Schulturnhallen.

Überregional errichtet das Technische Hilfswerk im Auftrag des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge in Zusammenarbeit mit der Bundeswehr und dem Deutschen Roten Kreuz in Feldkirchen bei Straubing ein Wartezentrum für bis zu 5.000 Flüchtlinge. Aktuell bietet das Wartezentrum Zelt- und Bettenkapazitäten für bereits ca. 3.500 Flüchtlinge.

Ein zweites Wartezentrum mit gleich hoher Kapazität entsteht am Fliegerhorst Erding. Hier arbeiten bis zu 200 THW-Einsatzkräfte, um vorhandene Gebäude und die erforderliche Infrastruktur zu ertüchtigen. Hier arbeiten neben den Coburger Helferinnen und Helfern, Einsatzkräfte  aus zehn Ortsverbänden an der Bereitstellung und dem Ausbau des Camps. Flugzeughangars werden dabei umgebaut, um zukünftig Flüchtlinge beherbergen zu können. Die Transportaufgaben und die Folgeplanungen, zum Beispiel für eine winterfeste Ertüchtigung, unterstützen dabei Kräfte aus dem gesamten Bundesgebiet.

Die Wartezentren sind als kurzfristige Zwischenlösung geplant: Nach einem wenige Tage dauernden Aufenthalt der Flüchtlinge erfolgt eine bundesweite Verteilung. Helferinnen und Helfer des Technischen Hilfswerks tragen somit zur gesellschaftlichen Herausforderung der Unterbringung von Flüchtlingen im hohen Maße bei.

Die Bewältigung der Flüchtlingssituation ist und bleibt auch weiterhin eine Aufgabe, die die Einsatzkräfte des Technischen Hilfswerkes in Bayern stark fordert. Ein Dank gilt hier allen Angehörigen und Arbeitgebern. „Für Ihre verständnisvolle Unterstützung, Ihr Engagement zum Wohle der Gesellschaft in dieser herausfordernden Lage bedanke ich mich bei allen Helfern, Unterstützern und Arbeitgebern ganz herzlich“, so der Landesbeauftragte des Landesverbandes Bayern Dr. Fritz Helge-Voß.

Das THW ist die ehrenamtliche Einsatzorganisation des Bundes. Das Engagement der bundesweit rund 80.000 Freiwilligen, davon 15.000 in Bayern, ist die Grundlage für die Arbeit des THW im Bevölkerungsschutz. Mit seinem Fachwissen und den vielfältigen Erfahrungen ist das THW gefragter Unterstützer für Feuerwehr, Polizei, Hilfsorganisationen und Andere.


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