Völklingen, 19.05.2017, von Iris Kolibius

Spezialeinsatzkräfte des THW

Als Water Source Expert ist Roman Petryczka des Ortsverbandes Coburg seit 2004 weltweit im Rahmen der Schnell-Einsatz-Einheit Wasser Ausland (SEEWA) einsatzbereit

Um sicherzustellen, dass die Einsatzbereitschaft von Spezialeinsatzkräften des Technischen Hilfswerkes gewährleistet ist, finden regelmäßig gemeinsame Übungen von Spezialisten aus unterschiedlichen Ortsverbänden statt.

So machten sich auch Roman und 50 weitere Helfer des Bereiches SEEWA Süd Mitte Mai auf den Weg nach Völklingen (Saarland), um verschiedene Einsatzszenarien rund um das Thema Trinkwasser zu trainieren. Die SEEWA steht für eine operativ-taktische Auslandseinheit, mit der das THW schnell auf aktuelle Gefahrenlagen im WASH-Bereich (Water, Sanitation and Hygiene) reagieren kann. Zu den Aufgaben der SEEWA zählen die Erkundung, die mobile Trinkwasseraufbereitung, die Wasserabgabe, die Wasseranalyse, die Instandsetzung zerstörter Wasserversorgungssysteme wie zum Beispiel Brunnen, die Sicherstellung einfacher Sanitärversorgung und die fachtechnische Beratung

Innerhalb von drei Tagen wurden verschiedene Anlagen aufgebaut und an mehreren Stationen Einsatzoptionen durchgespielt.

Da die Spezialeinsatzkräfte v.a. in Krisengebieten Hilfe leisten, gehören u.a. das Auffinden von Brunnen zur Wasserversorgung, auch mit unvollständigen Informationen und Kartenmaterial, zu deren Hauptaufgaben. Anschließend geht es meist darum, die Trinkwasserversorgung sicherzustellen. Obwohl die Einsatzteams mit moderner Ausstattung ausgerüstet sind und in der Lage sind, innerhalb weniger Stunden in ein Katastrophengebiet aufzubrechen, stehen am Einsatzort vorerst meist nur einfache Hilfsmittel und kein umfangreiches Instandsetzungsmaterial zur Verfügung.

Das Know-How der Spezialisten muss somit auch ausreichen, um mit rudimentären Mitteln Unterstützung leisten zu können. Gleichzeitig benötigen sie ein umfangreiches Fachwissen über verschiedene Möglichkeiten der chemischen und technischen Brunnen Rehabilitation sowie über die unterschiedlichen technische Anlagen, die falls vorhanden, als Unterstützung dienen sollen.

Um eine umfangreiche Hilfeleistung sicherstellen zu können gibt es daher einzelne Funktionen innerhalb der SEEWA-Einheit wie z.B. Laboranten oder Water Source Experts (Spezialisten für die Rehabilitation von Brunnen). Um schnellstmöglich Fortschritte vorweisen zu können. Arbeite die SEEWA technisch und personell eng mit den zuständigen Behörden vor Ort zusammen und integriert sich in die bestehenden Koordinierungsstrukturen.

Auf folgende Auslandseinsätze kann Roman Petryczka dabei unter anderem zurückblicken:

·         2004 Sri Lanka (Tsunami)

·         2005 Pakistan (Erdbeben)

·         2005 Rumänien (Überflutung, starke Regenfälle, Dammbruch)

·         2008 China (Erdbeben in der Provinz Sichuan)

·         2013 Philippinen (Taifun)


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