Landsberg, 03.03.2018, von Steffen Engelhardt

Ideelle Spezialisierung der Fachgruppe Infrastruktur in Landsberg am Lech

Die diesjährige ideelle Spezialisierung (IDS) der Fachgruppe Infrastruktur in Bayern fand am 03. März im Ortsverband Landsberg am Lech statt. Dieser Einladung folgten auch der Gruppenführer unserer Fachgruppe und zwei seiner Helfer. Sie reisten bereits am Freitagabend an und wurden um 18:30 Uhr vom dortigen Schirrmeister und seiner Frau begrüßt, die für die am Vorabend anreisenden Teilnehmer ein Abendprogramm ausgearbeitet hatten.

Nachdem das Gepäck im Nachtlager mit bereits aufgebauten Feldbetten verstaut war, ging es zusammen mit einigen Landsberger Kollegen im neuen MLW 4 in die Innenstadt, wo sie von einer Stadtführerin erwartet wurden. Diese gab ihnen Einblicke in die lange Stadtgeschichte Landsbergs. Mit der Stadtgeschichte im Kopf und gutem Essen im Magen ging es zurück in die Unterkunft.

Der nächste Morgen begann mit einem Weißwurstfrühstück, bevor die Teilnehmer vom Ortsbeauftragten von Landsberg willkommen geheißen wurden. Nach aktuellen Informationen aus dem Landesverband und der Facharbeitsgemeinschaft (FAG) Infrastruktur ging es zum eigentlichen Thema des Tages über: „Mit Wasser und Brot, kommt man durch alle Not – Auf der Suche nach Optimierungsansätzen im Zusammenspiel der Fachgruppen Infrastruktur und Trinkwasserversorgung“.

Dazu war die Fachgruppe Trinkwasserversorgung (FGr TW) aus Starnberg mit einem Teil ihrer Trinkwasseraufbereitungsanlage angereist. Der Gruppenführer gab einen Einblick in den Umfang der Ausstattung und die Technik und Funktionsweise der Trinkwasseraufbereitungsanlage (TWAA) vom Typ UF-15. Diese kann in einer Stunde 15m³ Trinkwasser herstellen. Im Einsatz war diese Anlage z. B. beim G7-Gipfel in Elmau, im Wartezentrum Erding und nach der Überschwemmung von Simbach am Inn (hier wurden in zwei Wochen ca. 5,5 Mio. Liter Trinkwasser produziert).

Nach dem Mittagessen wurden vier Gruppen eingeteilt. Diese durften dann an vier Stationen selbst Hand anlegen. So wurde an der ersten Station die TWAA „am lebenden Objekt“ erklärt und die einzelnen Module mit Schläuchen und Kabeln miteinander verbunden. Danach konnten sich die Teilnehmer als Laboranten im Feldlabor versuchen. Die Laborantin der Fachgruppe erklärte den Teilnehmern die verschiedenen Tests, die immer wieder durchgeführt werden müssen, um die Reinheit des Trinkwassers nachzuweisen und zu dokumentieren. Dazu stehen ihr verschiedene Messgeräte und Indikatoren zur Verfügung.

Die Gruppen konnten dann den Chlorgehalt im Wasser mittels Indikator und einem hochsensiblen Messgerät bestimmen und bekamen die Wirkung von Aktivkohle an Cola demonstriert (Cola wird nach Zugabe von Aktivkohle und anschließendem Filtern zu einer klaren Flüssigkeit). An der dritten Station wurden mit einem Schweißspiegel zwei PE-Rohre verbunden und der Aufbau von Wasserabgabestellen gezeigt. Die vierte Station beschäftigte sich mit den Schnittstellen der Fachgruppen Infrastruktur und Trinkwasserversorgung. Wie können sich beide Gruppen gegenseitig unterstützen? Wo hört die Arbeit der einen Gruppe auf und wo beginnt die der anderen?

Nach abschließenden Worten des Ortsbeauftragen von Landsberg und der Einladung zur IDS 2019 in Kehlheim verabschiedeten sich die Teilnehmer voneinander und fuhren mit vielen neuen Eindrücken und neu geknüpften Freundschaften im Gepäck wieder zurück an ihre Heimatstandorte. 


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